• Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb Truderinger Straße in München

    Beurteilung des Preisgerichts

    Die Verfasser gehen mit einer hohen städtebaulichen Dichte einfühlsam auf den Ort ein. Unter dem Thema ,‚Feld zwischen Feldern‘‘ wird ein maßstäblich dimensioniertes wohlproportioniertes urbanes Quartier entworfen. An der Truderinger Straße sind die Gebäude orthogonal angeordnet, zum Hachinger Bach bewegt gestaltet und nach Osten und Westen mit einer öffnenden Geste ausgestattet. So wird differenziert und angemessen auf die jeweils vorgefundene räumliche und freiräumliche Nachbarschaft reagiert.
    Mit einer durchgehend viergeschossigen Bebauung wird an der Truderinger Straße eine geschickte Antwort auf die gegenüberliegende Eisenbahnersiedlung gefunden. Aus Rhythmus und Höhe der Bestandsbebauung werden fünf Quartiersbausteine entwickelt. Die Quartiersmitte liegt an der richtigen Stelle vis a vis des kleinen Vorplatzes an der Eisenbahnersiedlung und führt mit trichterförmigem Raumzuschnitt bis hin zum Hachinger Bach.
    Drei weitere, in der Dimension etwas kleiner ausformulierte Fugen erschließen die übrigen Gebäude und gliedern das Quartier in gut dimensionierte Abschnitte. Sie dienen der Aneignung der Anwohner und bilden im Zusammenhang mit den grünen Höfen ein interessantes Freiraumangebot. (...)
    Die durchgehend viergeschossige Basisbebauung wird punktuell über alle Baufelder mit Hochpunkten ergänzt. An stadträumlich bedeutenden Stellen werden richtigerweise noch kräftigere Akzente gesetzt. Das 15-geschossige Hochhaus im Westen liegt stadträumlich gut am Umlenkpunkt des Hachinger Baches; ein etwas niedrigerer Hochpunkt unterstreicht den Eingang zur Quartiersmitte.
    Geschickt werden diese städtebaulichen Gliederungselemente genutzt, um die Dachflächen zu aktivieren und von rückliegenden Gebäuden einen visuellen Bezug zum Grünzug herzustellen. (...)
    Die Höhenentwicklung des Gebäudes mit 15 Geschossen an diesem Ort wird im Preisgericht kontrovers diskutiert, ebenso die etwas zu rigide und geschlossene Gebäudeausführung entlang des Hachinger Baches.
    Aus wohnungswirtschaftlicher Sicht verbindet das städtebauliche Konzept eine hohe Wohnqualität und eine wirtschaftliche Umsetzung.
    Die Bebauungsstruktur schafft lärmberuhigte Hofbereiche. Der Lärmschutz an der Truderinger Straße kann technisch gelöst werden. Wünschenswert wäre hier auch eine stärkere alleeartige Begrünung des Gebäudevorfeldes.
    Insgesamt lobt das Preisgericht einen wertvollen Beitrag, der zeigt, wie auf einfache aber einprägsame Weise ein Feld in die bestehenden Felder eingefügt werden kann, ohne an dieser Stelle fremd zu wirken.

    Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb Truderinger Straße in München

    Jahr: 2018
    Ort: München
    Fläche: 60000 m²
    Zusammenarbeit: 03 Architekten GmbH
  • Projektübersicht

    Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb Truderinger Straße in München

    Beurteilung des Preisgerichts

    Die Verfasser gehen mit einer hohen städtebaulichen Dichte einfühlsam auf den Ort ein. Unter dem Thema ,‚Feld zwischen Feldern‘‘ wird ein maßstäblich dimensioniertes wohlproportioniertes urbanes Quartier entworfen. An der Truderinger Straße sind die Gebäude orthogonal angeordnet, zum Hachinger Bach bewegt gestaltet und nach Osten und Westen mit einer öffnenden Geste ausgestattet. So wird differenziert und angemessen auf die jeweils vorgefundene räumliche und freiräumliche Nachbarschaft reagiert.
    Mit einer durchgehend viergeschossigen Bebauung wird an der Truderinger Straße eine geschickte Antwort auf die gegenüberliegende Eisenbahnersiedlung gefunden. Aus Rhythmus und Höhe der Bestandsbebauung werden fünf Quartiersbausteine entwickelt. Die Quartiersmitte liegt an der richtigen Stelle vis a vis des kleinen Vorplatzes an der Eisenbahnersiedlung und führt mit trichterförmigem Raumzuschnitt bis hin zum Hachinger Bach.
    Drei weitere, in der Dimension etwas kleiner ausformulierte Fugen erschließen die übrigen Gebäude und gliedern das Quartier in gut dimensionierte Abschnitte. Sie dienen der Aneignung der Anwohner und bilden im Zusammenhang mit den grünen Höfen ein interessantes Freiraumangebot. (...)
    Die durchgehend viergeschossige Basisbebauung wird punktuell über alle Baufelder mit Hochpunkten ergänzt. An stadträumlich bedeutenden Stellen werden richtigerweise noch kräftigere Akzente gesetzt. Das 15-geschossige Hochhaus im Westen liegt stadträumlich gut am Umlenkpunkt des Hachinger Baches; ein etwas niedrigerer Hochpunkt unterstreicht den Eingang zur Quartiersmitte.
    Geschickt werden diese städtebaulichen Gliederungselemente genutzt, um die Dachflächen zu aktivieren und von rückliegenden Gebäuden einen visuellen Bezug zum Grünzug herzustellen. (...)
    Die Höhenentwicklung des Gebäudes mit 15 Geschossen an diesem Ort wird im Preisgericht kontrovers diskutiert, ebenso die etwas zu rigide und geschlossene Gebäudeausführung entlang des Hachinger Baches.
    Aus wohnungswirtschaftlicher Sicht verbindet das städtebauliche Konzept eine hohe Wohnqualität und eine wirtschaftliche Umsetzung.
    Die Bebauungsstruktur schafft lärmberuhigte Hofbereiche. Der Lärmschutz an der Truderinger Straße kann technisch gelöst werden. Wünschenswert wäre hier auch eine stärkere alleeartige Begrünung des Gebäudevorfeldes.
    Insgesamt lobt das Preisgericht einen wertvollen Beitrag, der zeigt, wie auf einfache aber einprägsame Weise ein Feld in die bestehenden Felder eingefügt werden kann, ohne an dieser Stelle fremd zu wirken.

    Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb Truderinger Straße in München

    Jahr: 2018
    Ort: München
    Fläche: 60000 m²in Zusammenarbeit mit 03 Architekten GmbH